Kurznachrichten 01/2008

China: Neue Entwicklungsprojekte für Tibet geplant

Die Entwicklungs- und Reformkommission Tibets hat Pläne für 77 Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtkostenaufwand von 10,5 Mrd. $ angekündigt, deren Bau in die sem Jahr beginnen soll. Bisher befinden sich schon 20 Projekte in der Umsetzung. Für weitere 41 Projekte, darunter auch den Ausbau der Qinghai-Tibet-Eisenbahn, laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Schon 2007 hatte der chinesische Staatsrat 180 Projekten zugestimmt, mit einer Gesamtinvestitionssumme von 11 Mrd. $, die während des elften 5-Jahr-Plans (2006–2011) fertiggestellt werden sollten. Bis zum Ende des Jahres 2007 waren schon insgesamt 2,87 Mrd. $ investiert worden. 139 dieser Projekte befinden sich in der Bauphase, für die weiteren Projekte sind die Gelder bereitgestellt. Darüber hinaus ist eine Reihe von Schlüsselprojekten in Betrieb, wie zum Beispiel der Flughafen von Linzhi und die Wasserkraftwerke von Zhikong und Shiquanhe.

In diesem Zusammenhang sind auch die blutigen Ausschreitungen in Tibet zu sehen, die Ausdruck einer vehementen Ablehnung aller Formen technologischer Entwicklung sind. Neben der Tatsache, daß einige von Briten und Mönchen gegängelte Tibeter diese Projekte ablehnen, weil sie die wirtschaftliche Integration Tibets mit China fördern, gibt es noch die „grüne“ Seite der Opposition, die im Westen von „Umweltschützern“ wie Al Gore ausgenutzt wird.

Al Gores Eismärchen

Das neueste Schreckensszenario der „globalen Erwärmung“ ist das Zerbrechen des sog. Wilkins-Eisschelfs, das sich am südlichen Ende der westantarktischen Halbinsel befindet und etwa so groß ist wie Nordirland. Angeblich droht jetzt ein Ansteigen des Meeresspiegels durch das Schmelzen und Zusammenbrechen der antarktischen Eisplatten. Und an allem sei natürlich der Mensch mit seiner Industrialisierung schuld. Dumm nur, daß Al Gore und seine „Warmoholics“ nicht begreifen, daß diese Eisplatten sowieso auf dem Ozean treiben und ihr Schmelzen oder Auseinanderbrechen deshalb keinen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hat.

Aufnahme des Wilkins-Eisschelfs vom 6. März 2008, das den Abbruch einer großen Eisplatte zeigt. Foto: National Snow and Ice Data Center/NASA

Dr. Duncan Wingham, Klimaphysiker der Universität London und Leiter des Zentrums für Modelle der Polarbeobachtung, weist zudem darauf hin, daß die Antarktis keine Quelle, sondern eine Senke für Meerwasser sei. Seinen Berechnungen zufolge läßt die Antarktis weltweit den Meeresspiegel um 0,08 mm pro Jahr absinken.

Außerdem wächst das Eis in der Antarktis. Während über einen angeblich spektakulären Verlust bei der westantarktischen Eisdecke berichtet wird, macht das Wachstum der ostantarktischen Eisdecke diesen mehr als wett: Das antarktische Eis weist einen Netto-Massenanstieg auf: in der Westantarktis liegen die Massenveränderungen bei –95 +/–11 Gt pro Jahr, während sie mit +142 +/–10 Gt pro Jahr in der Ostantarktis wachsen. Dieses Jahr hat das antarktische Eis zwei Wochen nach dem Ende der antarktischen Eisschmelzeperiode bereits überdurchschnittlich zugenommen.

China baut Landbrücke nach Zentralasien und Europa aus

Wie die Regionalregierung Xinjiangs bekannt gab, wird China noch dieses Jahr mit dem Bau von zwei wichtigen Eisenbahnverbindungen nach Zentralasien beginnen: eine als Erweiterung der „Eurasischen Landbrücke“, die über den Alataw-Paß nach Kasachstan führt, und dann die lang geplante Eisenbahn von der im Westen gelegenen Provinz Xinjiang, über das Tianshan-Gebirge nach Kirgisistan und weiter durch das berühmte Fergana-Tal nach Usbekistan und Europa. Dabei werden Pässe von bis zu 3.300 Meter Höhe überwunden. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am 27. Januar berichtete, soll die zweite Strecke 2010 fertiggestellt sein. Die Nachricht wurde zwei Tage nach Ankunft des „Eurasischen Kontinentalexpress“ in Hamburg veröffentlicht, der die Strecke von Beijing in die Hansestadt in der Rekordzeit von 15 Tagen zurückgelegt hatte.

Die erste Schienenstrecke wird den chinesisch-kasachischen Grenzübergang Korgas mit Chinas inländischem Schienennetz verbinden und soll bereits dieses Jahr fertig sein. In westlicher Richtung stellt sie eine Anbindung an die Strecke Sary-Ozek in Kasachstan dar. Nachdem schon 1992 die Strecke Urumqi-Alatawpaß-Kirgisistan fertiggestellt wurde, wird sie die zweite wichtige Verbindung von China nach Kasachstan herstellen. Die neue Schienenverbindung wird die Belastung des Alataw-Passes, des größten Frachtkorridors im Nordwesten Chinas, der im Jahre 2007 fünf Mio. Tonnen Fracht und damit 60 % mehr als im Vorjahr bewältigte, deutlich senken.

Die zweite Verbindung, ein Vorhaben größter Herausforderungen, befindet sich noch in der Vorbereitungsphase. Die Strecke wird von Kaschgar, der Stadt im Westen von Xinjiang, die weltweit am weitesten von allen Ozeanen entfernt ist, durch Kirgisistan nach Usbekistan führen.

Agrarexperte warnt vor neuer Kartoffel-Hungersnot

Eine von der Kartoffelfäule befallene Kartoffel. Foto: Agricultural Research Service

In einem Interview mit EIR warnte der Vorsitzende des Fungicide Resistance Action Committee (Aktionskomitee gegen Fungizidresistenz, FRAC), Andy Leadbeater, wenn die strengste Fassung von EU-Vorschlägen zur Pestizid-Regulierung durchgesetzt würde, drohten bei Kartoffeln Ernteverluste von bis zu 100 %. Es könne dann in Europa zu einer neuen Kartoffel-Hungersnot wie in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts kommen. Das Problem liege, so Leadbeater, im Wechsel vom bisherigen Ansatz, der auf Schutz durch „Einschätzung des Risikos“ für die Verbraucher-Gesundheit beruht, zu einem Ansatz, der die „Gefahr an sich“ zur Grundlage der Einschätzung nimmt. Bei Pestiziden müßte demnach jede Substanz, die für den Menschen bei direkter Aufnahme gefährlich ist, verboten werden, unabhängig davon, ob es im Ernteprodukt oder nach der Verarbeitung keine, unbedeutende oder noch erhebliche Rückstände gebe. Somit würde ein großer Teil der derzeit eingesetzten Pestizide ihre Zulassung verlieren, und eine Reihe von Schädlingen könnte in der Folge Resistenzen entwickeln. Ein extremes Beispiel hierfür sei die Kartoffel, die dann keinen Schutz mehr gegen die gefährliche Spätfäule (Phytophthora infestans) hätte, jene Krankheit, die die berüchtigte Kartoffel-Hungersnot in Irland 1846–1850 ausgelöst hatte.

Britischer Meteorologe: Klimamodelle sind „hinfällig“

Piers Corbyn, eine britischer Astrophysiker und Meteorologe, hat gegenüber der Nachrichtenagentur EIR erklärt, Klimamodelle seien hinfällig; das sei so wie „Müll rein ist gleich Müll raus“. Computermodelle für die Wettervorhersage und mehr noch für die Klimavorhersage hätten ihre Grenzen erreicht. „Keine noch so verbesserte Computerleistung wird an den wirklich grundlegenden Klimadaten vorbeikommen,“ sagte Corbyn, der in London arbeitet. „Es trifft nicht zu, daß Kohlendioxid die Temperaturen steuert. Denn zum Beispiel am Ende von Eiszeiten ist es genau anders herum: Die Temperaturen steigen zuerst an, und dann folgt die CO2-Konzentration. Und betrachtet man sich die Schwankungen während einer Eiszeit, sieht man, daß die Temperatur etwa doppelt so schnell und doppelt so häufig an-und absteigt, wie die CO2-Konzentration ab- und zunimmt.“ Corbyn weiter: „Das bedeutet, daß sich beide zumindest die halbe Zeit in gegensätzliche Richtungen und die halbe Zeit in die gleiche Richtung bewegen. Eigentlich, so meine ich, besteht zwischen beiden gar keine Verbindung. Wahrscheinlich sind sie auf sehr komplexe Weise miteinander verbunden, aber es gibt keinen Beweis dafür, daß Kohlendioxid systematisch die Temperatur steuert. Wenn
es überhaupt Belege gibt, dann dafür, daß die Steuerung genau andersherum funktioniert.“

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