Klimadebatte in den USA: Eine dringend notwendige Rückkehr zur Wissenschaft

Präsident Donald Trump will ein Expertengremium einsetzen, um herauszufinden, ob tatsächlich ein vom Menschen verursachter Klimawandel eine unmittelbar bevorstehende, unumkehrbare, unüberwindbare, unausweichliche Krise verursacht, die nicht nur die ganze Menschheit, sondern sogar die ganze Erde bedroht. Sollten wir nicht wirklich erst einmal herausfinden, ob tatsächlich eine Katastrophe bevorsteht, bevor wir buchstäblich Billionen Dollar für Prävention und Sanierung bereitstellen und das Wohl von Milliarden Menschen gefährden, die darunter leiden werden, daß Energie teuer oder gar nicht verfügbar sein wird? Der Präsidialausschuß braucht dringend Unterstützung!

Kürzlich sind Planungsdokumente des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) über eine Exekutivanordnung von Präsident Trump bekannt geworden, welcher die Einrichtung eines Ausschusses vorsieht, „der den Präsidenten über das wissenschaftliche Verständnis des heutigen Klimas berät, wie sich das Klima in Zukunft unter natürlichen und menschlichen Einflüssen verändern kann, und wie ein sich veränderndes Klima die Sicherheit der Vereinigten Staaten beeinflussen könnte“.

Um die Bildung dieses Komitees zu verhindern, begann schnell eine bösartige Diffamierungskampagne gegen den vorgesehenen Leiter, Dr. William Happer, einen angesehenen Wissenschaftler und Physikprofessor der Universität Princeton. Happer ist auch ein beratender Assistent des Präsidenten und Direktor des Nationalen Sicherheitsrats für neue Technologien.

Dr. William Happer soll die Präsidialkommission über Klimafragen in den USA leiten. Quelle: Wikipedia, Gage Skidmore

Die Washington Post stellte höhnisch fest, es seien schon mehrere Studien von verschiedenen US-amerikanischen Behörden durchgeführt worden, dennoch werde in dem NSC-Dokument kühn behauptet: „Diese wissenschaftlichen und nationalen Sicherheitseinschätzungen wurden keiner rigorosen unabhängigen und kritischen wissenschaftlichen Begutachtung [„peer-review“] unterzogen, um die Gewißheiten und Unsicherheiten der Klimawissenschaft sowie der Auswirkungen auf die nationale Sicherheit zu prüfen.“

Es wird behauptet, Happer, der frühere Direktor des Wissenschaftsbüros des Energieministeriums – dieses Amt ist der größte Förderer der Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften in den USA mit einem Jahresbudget von 6 Mrd. Dollar – habe in der Materie keine Sachkenntnis und sei ein Mann der Öl- und Gasindustrie. Der letztere Vorwurf ist in Happers Fall unaufrichtig, außerdem sehr selektiv: Wie oft werden Leute, die vor der Klimakatastrophe warnen, in ähnlicher Weise kritisiert, weil sie persönlich von dem Billionen-Dollar-Geschäft mit dem Klimawandel profitieren?

Um zwei Fragen wird jetzt besonders gestritten: Ist die wissenschaftliche Grundlage wirklich geklärt? Und wie hoch sind die tatsächlichen Kosten des sog. „Grünen New Deal“?

Sind die wissenschaftlichen Fragen geklärt?

In einem Brief vom 5. März 2019 widersetzen sich 58 Unterzeichner, die sich als „hochrangige Führungskräfte in den Streitkräften und den nationalen Sicherheitsdiensten“ bezeichnen, der Einberufung des neuen Klimaausschusses, mit der Begründung, die wissenschaftlichen Fragen seien bereits geklärt:

„Der Klimawandel ist real, er geschieht jetzt, er wird von Menschen angetrieben und er beschleunigt sich. Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig: Weniger als 0,2 % der von Experten geprüften Klimawissenschaftsberichte bestreiten diese Tatsachen. In diesem Zusammenhang sind wir zutiefst beunruhigt über die Berichte, daß Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats erwägen, einen Ausschuß zu bilden, um militärische und nachrichtendienstliche Einschätzungen über die Bedrohung durch den Klimawandel zu bestreiten und zu untergraben. Dazu gehört das nachträgliche Kritisieren der wissenschaftlichen Quellen, die zur Einschätzung der Bedrohung herangezogen wurden, wie beispielsweise die von Experten streng geprüfte ,Nationale Klimaeinschätzung’ und deren Anwendung auf die nationale Sicherheitspolitik.“

Statistiken wie die in diesem Brief zitierten „0,2 %“ oder die allgemein bekannten „97 % der Wissenschaftler“, die angeblich in der Klimafrage übereinstimmen, sind ungenau und irreführend. Erstens gibt es gar keine aussagekräftige Befragung aller Wissenschaftler mit einschlägigem Wissen auf diesem Gebiet. Zweitens ist es wichtig, aufzuschlüsseln, was genau darunter zu verstehen ist, daß jemand in der Frage des Klimawandels „zustimmt“ oder ihn „anerkennt“. Es ist eine Tatsache, daß ein Klimawandel existiert und in der Geschichte der Erde immer existiert hat – auch ohne menschliche Beteiligung.

Die Frage ist nicht ob, sondern inwieweit von Menschen verursachte Veränderungen in der Atmosphäre Klimaschwankungen bewirken, und ob diese Veränderungen gut oder schlecht sind. Eine aussagekräftige Statistik (die bisher nicht existiert) sollte Antworten auf die folgenden Fragen enthalten:

  • Welche Auswirkungen hätte eine Verdoppelung des atmosphärischen CO2?
  • Inwiefern verursacht Wasserdampf einen Rückkopplungseffekt?
  • Inwieweit müssen wir die Auswirkungen des Sonnenmagnetfelds auf die Wolkenbildung durch kosmische Strahlung berücksichtigen?
  • Was ist der Zuverlässigkeitsgrad der Vorhersagen?
  • Wie gut ist es den Klimamodellen der letzten beiden Jahrzehnte gelungen, das globale Klima in den letzten fünf bis zehn Jahren vorherzusagen?
  • Werden die spezifischen prognostizierten Klimaänderungen nützlich oder schädlich oder eine Mischung aus beidem sein?

Das Klima der Erde, wie es im Sonnensystem existiert, ist viel komplexer als eine lächerlich simple Ja-Nein-Frage, ob man an den Klimawandel „glaubt“ oder ihn „leugnet“.

Wie kann man solche Änderungen feststellen? Ein einzelner kann unmöglich durch seine persönlichen Erfahrungen, die notwendigerweise in Bezug auf Ort und Zeit begrenzt sind, feststellen, ob sich das Klima ändert. Es ist absolut lächerlich, zu behaupten, jeder könnte durch seine persönliche Erfahrung mit dem Wetter die Ursache solcher Änderungen wissen.

Wissenschaft ist keine Mode. Sie wird nicht durch eine Umfrage entschieden oder indem man feststellt, was am beliebtesten ist. Die Idee, daß die Erde sich um die Sonne dreht, war früher keineswegs populär, aber sie ist wahr. Einsteins Relativitätstheorie wurde durch keine Volksabstimmung befürwortet, aber sie stimmt. Ein wissenschaftliches Argument, zu dessen Rechtfertigung jemand sich auf Autoritäten beruft, ist suspekt. Leider entspricht dies jedoch der modernen Bildung, wo an die Stelle einer Freude am Entdecken durch eigene Experimente das Lernen von Formeln tritt, ohne deren Ursprung zu erfahren, und man virtuelle simulierte „Experimente“ auf iPads durchführt, anstatt durch direkte Interaktion mit der physischen Welt zu lernen.

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, brauchen wir eine echte, kritische Überprüfung der angeblich „offensichtlichen“ Gewißheiten über das Klima.

Was sind die Kosten?

Die Vereinigten Staaten sind derzeit für 78 % ihres Energiebedarfs auf Kohlenwasserstoffe (fossile Brennstoffe) angewiesen. Der kürzlich vorgeschlagene „Grüne New Deal“ sieht vor, die Netto-CO2-Emissionen innerhalb eines Jahrzehnts auf null zu reduzieren. Der Anteil sogenannter „erneuerbarer Energien“, die derzeit 17 % unseres Stroms liefern, müßte auf 100 % erhöht werden. Und damit ist noch gar nichts gesagt über den noch größeren Teil des Energieverbrauchs in den USA, der nicht elektrischer Strom ist. Die Beförderung auf dem Luft-, Land- und Seeweg erfolgt überwiegend mit Kohlenwasserstoffen. Was wäre notwendig, um zu 100 % auf Elektrofahrzeuge umzusteigen? Und wäre das für den Luft- und Wasserverkehr überhaupt technisch möglich?

Über die Märchen der Klima-Alarmisten berichteten wir in der letzten Ausgabe von FUSION.

Schon die weltweiten Kosten für die weniger ehrgeizigen Ziele des Weltklimarats (IPCC) sind absolut umwerfend. In seinem Sonderbericht Global Warming of 1.5 ºC („Globale Erwärmung um 1,5 °C“) wird behauptet, daß die CO2-Emissionen bis 2050 auf einen Netto-Nullpunkt gebracht werden müssen, um einen Temperaturanstieg über 1,5 °C zu verhindern. In Punkt D.5.3. der „Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger“ werden die Kosten geschätzt: „Globale Modellszenarien, die die globale Erwärmung auf 1,5 °C begrenzen, werden voraussichtlich durchschnittliche jährliche Investitionen in die Energiesysteme von 2,4 Billionen US-Dollar (Kaufkraft von 2010) zwischen 2016 und 2035 erfordern.“

Diesem absurden Ziel steht entgegen, daß die Nutzung fossiler Energieträger auf der Welt, um die Armut zu überwinden und den Lebensstandard zu erhöhen, rasch zunimmt. Chinas CO2-Emissionen haben sich von 2000 bis 2012 verdreifacht. In diesem Zeitraum sank der Anteil der Armen in China nach Weltbank-Angaben von 40,5 % im Jahr 1999 auf 6,5 % im Jahr 2012. Selbst im Rahmen des Pariser Abkommens werden sich die CO2-Emissionen in China bis 2030 verdoppeln, gleichzeitig werden sich die Emissionen aus Indien verdreifachen. Zuverlässige und erschwingliche Ener­gie bedeutet Elektrizität in Schulen, Treibstoff für Landmaschinen, Transport von Getreide auf den Markt, Produktion mit hoher Wertschöpfung, erstklassige Forschungseinrichtungen und effiziente Beförderung von Menschen und Gütern. Dies resultiert in einer höheren Lebenserwartung, niedrigeren Krankheitsraten, verbesserter Ernährung und Bildung.

Vereinfacht gesagt bedeutet die grüne Agenda weniger und kürzere Menschenleben und niedrigeren Lebensstandard. In einem kürzlich geführten Interview äußerte sich Patrick Moore, ein ehemaliges führendes Mitglied von Greenpeace, sehr direkt:

„Mein Hauptbedenken ist, daß die effektive Beseitigung von 80 Prozent der Energie der Welt am Ende wahrscheinlich 80 Prozent der Weltbevölkerung beseitigen wird. Man denke allein an der Anbau von Nahrungsmitteln: Wie könnten wir ohne Traktoren und Lastwagen Nahrungsmittel für die Menschen der Welt anbauen, und ohne alle die anderen Maschinen, die für die Lieferung von Lebensmitteln benötigt werden, insbesondere in die Innenstädte großer Zentren wie Moskau, Shanghai und New York City? Wie bringen wir das Essen in die Läden? Es ist symptomatisch, daß die Menschen, die in Städten leben, es als selbstverständlich voraussetzen, daß diese Lebensmittel in Supermärkten in großer Vielfalt vorhanden sind, gesunde Lebensmittel, von denen sie leben, die sie bei so hohen Bevölkerungsdichten unmöglich selbst erzeugen könnten. Wenn fossile Brennstoffe tatsächlich verboten werden, würde die Produktivität in der Landwirtschaft drastisch sinken, und Millionen Menschen würden verhungern. Und das ist nur ein kleiner Teil der Gründe, warum ich denke, daß es ein lächerlicher Vorschlag ist.“

Die Kosten für einen Grünen New Deal oder Vergleichbares sind enorm, und jeder Dollar, der für solche Projekte ausgegeben wird, ist ein Dollar, der für andere Zwecke nicht zur Verfügung steht, beispielsweise für Bildung, Forschung oder die Beseitigung der Armut durch eine entsprechende, dringend benötigte effiziente Energieversorgung.

Wäre es in Anbetracht der enormen, sehr realen Kosten eines Plans zur Verringerung der CO2-Emissionen oder Abmilderung einer angeblich drohenden Klimakatastrophe nicht höchst unverantwortlich gegenüber den zukünftigen Generationen, wenn wir uns in Bezug auf die Wissenschaft und die Modelle, die den Klimavorhersagen zugrunde liegen, und in Bezug auf die Kosten (und den Nutzen) einer Änderung des CO2-Niveaus nicht absolut sicher sind?

Wo liegen die Ursprünge?

In einem kürzlich erschienenen Artikel berichtet Megan Beets:

„Die moderne Umweltbewegung, der heute so viele getäuschte Menschen im Westen anhängen, war niemals eine Graswurzel-Bewegung besorgter junger Menschen und hatte niemals etwas mit der Rettung der Erde zu tun. Sie wurde von Anfang an vom Britischen Empire geschaffen und gefördert, um die Entwicklung aufzuhalten: als Entvölkerungspolitik.

Hervorgegangen aus der Eugenik-Bewegung, die nach Hitlers Völkermord ziemlich unpopulär wurde, verfolgte die in ,Umweltschutz’ oder ,Naturschutz’ umbenannte Bewegung weiter das Ziel, das Kolonialsystem der Vorkriegszeit in der Nachkriegswelt aufrechtzuerhalten.

1968 wurde mit dem Geld einiger der größten oligarchischen Familien im Westen der Club of Rome gegründet, der erklärte:

,Auf der Suche nach einem Feind, der uns einigen könnte, kamen wir auf die Idee der Verschmutzung, der Gefahr globaler Erwärmung, des Wassermangels und des Hungers… Alle diese Gefahren werden durch den Menschen verursacht… Der wahre Feind der Menschheit ist die Menschheit selbst.’

Parallel dazu veranstalteten die Vereinten Nationen Mitte der 1970er Jahre eine Reihe von Bevölkerungskonferenzen, um die Vorstellung zu verbreiten, das Bevölkerungswachstum der Menschheit sei eine Krebsgeschwulst des Planeten, und lancierte den Schwindel der „nachhaltigen Entwicklung“.

In den 1960er und 70er Jahren vollzog sich ein kultureller Paradigmenwechsel, der das Verständnis der Beziehungen zwischen Mensch und Natur wandelte und den Begriff „progressiv“ so umkehrte, daß er nicht mehr den Einsatz für den Fortschritt, sondern das Verhindern von Fortschritt bedeutete.

Beets argumentiert:

„Aus diesem Prozeß – nicht aus ehrlicher wissenschaftlicher Arbeit – ging 1988 der Weltklimarat (IPCC) der Vereinten Nationen hervor, mit dem Ziel, Nationen dazu zu zwingen, verbindliche Vereinbarungen zu unterzeichnen, um ihre eigene Entwicklung und Industrialisierung aufgrund von Lügen über die Gefahren von CO2 und einer kommenden Klimaapokalypse zu begrenzen.“

Dieser Paradigmenwechsel ist der Ursprung der unausgesprochenen Grundannahmen hinter den emotionalen Aussagen vieler Menschen zu diesen Problemen. Zu diesen Annahmen gehört eine Definition von „Natur“ und „natürlich“, die menschliche Aktivitäten ausschließt und implizit auf das Ziel hinausläuft, daß Menschen am besten gar nicht existieren sollten. Damit geht einher, daß anstelle von „Klimaerwärmung“ (eine ganz bestimmte Veränderung, die Probleme verursachen könnte) inzwischen allgemein von „Klimawandel“ die Rede ist und man dabei davon ausgeht, jede Änderung des Klimas wäre schlecht, einfach nur weil sich etwas ändert. Aber ist das wirklich wahr? Meerwasser zu entsalzen, um eine Wüste mit extrem geringer biologischer Aktivität in einen üppigen Garten zu verwandeln, das wäre eine gute Veränderung!

Die Ergebnisse des Präsidialausschusses für Klimasicherheit könnten diese Annahmen in Frage stellen und auch kulturelle Auswirkungen haben, die über die Debatte zu diesem einen Thema hinausreichen.

Das Klima-Narrativ wurde bisher weitgehend von Klimaalarmisten beherrscht. Jetzt ist es an der Zeit, anderen Experten die Möglichkeit zu geben, sich zu Wort zu melden und eine offene, solide, ehrliche wissenschaftliche Diskussion zu führen.

Deshalb unterstützen wir aus wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und auch kulturellen Gründen Präsident Trump ausdrücklich darin, den Präsidialausschuß für Klimasicherheit einzuberufen!

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